Bamberg mit Ausrufezeichen zum Playoff-Start

Bamberg mit Ausrufezeichen zum Playoff-Start
Sport

Brose Baskets gewinnen erstes Viertelfinal-Spiel gegen Würzburg

Die Brose Baskets sind mit einem Kantersieg in die Playoffs 2016 gestartet. Im ersten von maximal fünf Viertelfinal-Duellen mit dem unterfränkischen Nachbarn aus Würzburg ließ der deutsche Meister seine Muskeln spielen und fertigte die s.Oliver Baskets mit einer souveränen Leistung ab. Das 95:54 (48:26) bedeutet zeitgleich auch die 1:0-Führung für den Ligaprimus.

Playoffs 2016 - Viertelfinale 1: Brose Baskets vs. s.Oliver Baskets Würzburg

Darius Miller ist insbesondere im zweiten Viertel von keinen Würzburger Verteidiger (hier Devin Searcy) zu stoppen und markiert 14 seiner 16 Punkte,.

Mit einer vor allem defensiv starken ersten Halbzeit bog der deutsche Meister frühzeitig auf die Siegerstraße ein. Der Tabellenachte aus Würzburg tat sich gegen Bambergs harter Manndeckung extrem schwer in gute Wurfpositionen zu kommen und kam pro Viertel nicht über 13 Punkte hinaus. Erschwerend kam für die Unterfranken hinzu, dass ihr sonstiger Topscorer, US-Center Brendan Lane, in nur sieben Minuten auf dem Parkett drei Fouls einsammelte. Bei den Oberfranken dagegen lief es im Angriff wie am Schnürchen. Verteilte sich das Scoring im ersten Viertel noch auf mehrere Schultern, lief im zweiten Spielabschnitt Darius Miller heiß. Der ausgewiesene X-Faktor im Brose-Spiel markierte in den zweiten zehn Minuten 14 der 25 Bamberger Punkte und blieb dabei fehlerfrei aus dem Feld (5/5, davon 4/4 Dreier). Der Rest der 48 oberfränkischen Zähler zur Pause verteilte sich auf mehrere Schultern, was auch zu starken 16 Assists führte.

Trotz ihrer klaren Defizite zur Pause gaben die Jungs von Gästeträiner Douglas Spradley weiterhin alles, um sich halbwegs achtbar aus der Affäre zu ziehen. Dabei profitierten die Main-Korbjäger auch davon, dass Bamberg im dritten Viertel in der Defense nicht die Intensität aus den ersten 20 Minuten an den Tag legte. Die Brose-Angriffsmaschine lief dagegen weiter auf Hochtouren, sodass der Vorsprung dennoch sukzessive weiter ausgebaut werden konnte. Nachdem zu Beginn des Schlussviertels auch die 30-Punkte-Schallmauer durchbrochen wurde, dehnte Chefcoach Andrea Trinchieri seine Rotation auf das Maximum aus und brachte mit Yassin Idbihi und Andreas Obst auch die letzten Akteure seines Aufgebots ins Spiel. So konnte Bamberg als Kollektiv am Ende einen nie gefährdeten 95:54-Erfolg einfahren und sich die 1:0-Führung der Viertelfinalserie sichern.

Playoffs 2016 - Viertelfinale 1: Brose Baskets vs. s.Oliver Baskets Würzburg

“In your face!” Nicolò Melli zeigt dem ehemaligen Bamberger Sebastian Betz wo der Ball hin gehört.

Die Basketballer aus dem Maintal-Dreieck mussten an diesem Sonntagabend die Dominanz des Meisters, der getreu seinem Playoff-Motto mit mehr Leidenschaft agierte, anerkennen. Die Bamberger waren ihrem Kontrahenten in allen Kategorien deutlich überlegen, am gravierensten schlug der Unterschied bei der Dreierquote in der Statistik zu Buche. Während die Bamberger aus 6,75 Metern Entfernung 52 Prozent (13/23) ihrer Würfe trafen, enttäuschte Würzburg mit gerade einmal 14 Prozent (3/22).

Fazit von Headcoach Andrea Trinchieri:

“Die Serie steht 1:0 für uns. Wir waren gut auf dieses Spiel vorbereitet. Die 28 Assist sprechen für eine gute Mannschaftsleistung. Auch mit unserer Verteidigung bin ich sehr zufrieden. Der erste Schritt ist gemacht. Nun konzentrieren wir uns auf das Spiel in Würzburg am Donnerstag.”

Brose Baskets vs. s.Oliver Baskets Würzburg 95:54 (23:13; 25:13; 27:20; 20:8)

Brose Baskets: Wanamaker (19 Punkte), Miller (16), Harris (14), Staiger (9), Theis (9), Strelnieks (8), Heckmann (7), Radosevic (5), Melli (4), Zisis (4), Idbihi, Obst
s.Oliver Baskets Würzburg: Searcy (8), Ulmer (7), Tuttle (6), Spoden (6), Betz (5), Saibou (5), Long (4), Joyce (4), Stuckey (4), Ugrai (3), Lane (2), Ebert

Fotos: Matthias Schramm