Bambergs Hainbadestelle bleibt 2017 günstig

Bambergs Hainbadestelle bleibt 2017 günstig
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Teilbereich des Stegs gesperrt – kompletter Austausch nach Badesaison

Auch diese Saison können Besucher die Bamberger Hainbadestelle fast uneingeschränkt nutzen. Ein kleiner Teilbereich des Holzstegs bleibt zwar gesperrt, nichtsdestotrotz hat das Baden im linken Regnitzarm nach wie vor seinen eigenen, kultigen Charme. Im Herbst erfolgt der komplette Austausch der Konstruktion.

Die Vorsaison ist eröffnet, allein Petrus scheint die letzten Jahre kein Freund des Badespaßes im Frühling zu sein. Aufgrund des milden Wetters bleiben die Besucherströme in Bambergs Hainbadestelle zumindest vorerst aus. Sobald die Temperaturen klettern und sich die Sonne versöhnlicher zeigt, mag sich das jedoch ändern. Dann darf in Bamberg wieder nach Lust und Laune in der Regnitz geschwommen oder auf dem Holzsteg ein gepflegtes Sonnenbad genommen werden.

Rund zehn Prozent der 118 Meter langen Holzkonstruktion sind aktuell aus Sicherheitsgründen gesperrt. Im Gespräch erklärt Jan Giersberg, Sprecher der Standwerke Bamberg (STWB), dass der entsprechende rechte Abschnitt nahe der Ausstiegstreppe der jährlichen statischen Sicherheitsprüfung nicht standgehalten habe. Eine Instandsetzung für einen niedrigen fünfstelligen Bereich kam nicht mehr in Frage, schließlich wird der komplette Steg im Herbst ersetzt: „Jetzt 10.000 Euro oder mehr für etwas zu investieren, was wir im Herbst sowieso abbauen werden, ist der Öffentlichkeit nicht zu vermitteln“, wirbt Giersberg um Nachsicht. „Das Hainbad-Feeling wird dadurch nicht getrübt“, versichert der Stadtwerke-Sprecher.

Stadtwerke investieren rund 450.000 Euro

Der jüngst vom Bau- und Werkssenat abgesegnete Austausch wahrt die bisherigen Dimensionen (118 auf 4,3 Meter) der Anlage. Mit einer Ausnahme wird der Steg optisch nahezu seinem Vorgänger entsprechen. Die klassische Form mit dem erhöhten Keilkopf und einem Geländer bleibt. Hölzerne Pflöcke entfallen, die Schwebekonstruktion wird, der besseren Beständigkeit wegen, aus Stahl gefertigt. Der „Studentengrill“ soll künftig ein über der Regnitz schwebender Balkon sein.

Die STWB rechnen mit einem Investitionsvolumen von rund 450.000 Euro. Höhere Preise müssen die Besucher deswegen aber, wie Giersberg betont, – zumindest 2017 – nicht befürchten. Für ein „Nutzungsentgelt“ von einem Euro pro Person (Saisonkarte 40 Euro) geht es ins kalte Nass des Flusses.

Zusätzliche weitgreifende Erneuerungen sind dagegen mittlerweile vom Tisch. Die seit 1935 bestehenden Umkleidekabinen etwa würden per erhöhtem Unterhaltsbudget erhalten, erklärt der Stadtwerke-Sprecher. Für Naturfreunde biete das „Luft- und Sonnenbad“ täglich von 9 bis 20 Uhr eine Anlaufstelle im Hain. Wer es luxuriöser mag, kann das Bambados im Bamberger Osten besuchen.

Foto: Frank Märzke