Trotz breiter Brust: Keine leichte Aufgabe in Vechta

Trotz breiter Brust: Keine leichte Aufgabe in Vechta
Sport

Bamberg Baskets starten beim Aufsteiger in die neue BBL-Saison

Vier Tage nach dem Sieg in der ersten Pokalrunde in Quakenbrück sind die Bamberg Baskets auch am ersten Spieltag der neuen easyCredit Basketball Bundesliga-Saison in Niedersachsen gefordert. Das neu formierte Team von Cheftrainer Oren Amiel tritt am Donnerstagabend (18:30 Uhr) bei BBL-Aufsteiger RASTA Vechta an.

„Wir freuen uns alle, dass es jetzt auch in der Bundesliga endlich wieder losgeht“, kann Bambergs Neuzugang Lukas Herzog (kam aus Heidelberg) den Sprungball zur neuen Saison im RASTA Dome kaum noch erwarten. Doch Herzog und seine neuen Mitstreiter, die nach dem 78:67-Erfolg in Quakenbrück nicht noch einmal nach Hause zurückgekehrt waren, sondern die Tage bis zum Spiel in der Region verbrachten, wissen, dass auch der Liga-Rückkehrer eine hohe Hürde darstellt. „Dort zu spielen ist immer schwierig, nicht zuletzt aufgrund der kleinen Halle und der guten Fans“, so Herzog weiter.

Dass die Oberfranken jedoch mit guter Atmosphäre in kleineren Hallen umgehen können, haben sie zuletzt eben am Sonntag in der ausverkauften Artland Arena gezeigt, auch wenn dabei noch längst nicht alles nach Plan lief, wie unter anderem 17 Bamberger Ballverluste belegen. „Nach dem Spiel bei den Dragons haben wir viel Video geschaut und analysiert, wie wir unsere Fehler abstellen können“, fasst der Baskets-Guard die Tage nach dem Pokaltriumph zusammen und verrät auch, worauf es beim Gastspiel in Vechta ankommt: „Für uns wird es wichtig sein, dass wir unser Spiel spielen und auf die guten Distanzwerfer der Vechtaer aufpassen.“

Vechta setzt im Kader auf BBL-Erfahrung

Einen dieser Vechtaer Dreierspezialisten kennen die Oberfranken noch sehr genau: Spencer Reaves. Der Deutsch-Amerikaner spielte in der vergangenen Saison noch in der Domstadt (33 Ligaspiele) und brillierte dabei in rund 17 Minuten Einsatzzeit mit knapp sieben Punkten bei einer Dreierquote von fast 49 Prozent. Diese Qualitäten bringt der Guard nun für RASTA aufs Parkett und zeigte diese bereits ebenfalls in der ersten Pokalrunde beim RASTA-Sieg über die Rostock SEAWOLVES (84:78).

Daneben hat Vechtas Aufstiegscoach Ty Harrelson bei der Kaderzusammenstellung viel auf Personal geachtet, das bereits über BBL-Erfahrung verfügt. Außer Wes Iwundu (28 Jahre / 1,98m / SF), der von den Stockton Kings aus der NBA G-League nach Vechta gewechselt ist und im Pokal sein Potenzial bereits aufblitzen ließ (14 Punkte), standen alle anderen Neuen bereits für einen BBL-Kontrahenten auf dem Parkett. US-Amerikaner Richmond Aririguzoh (25 Jahre / 2,06m / C), der aus Mechelen kam, spielte bereits 31 BBL-Partien für Crailsheim. Joshua Bonga (18 Jahre / 1,90m / PG) ist der jüngere Bruder von Weltmeister Isaac, kam aus Kaunas und hat bereits drei BBL-Spiele für die FRAPORT SKYLINERS) in seiner Vita stehen. Ebenfalls unter dem Korb Zuhause ist Nat Diallo (23 Jahre / 2,08m / C), der in der letzten Saison 30 BBL-Einsätze für Absteiger medi bayreuth hatte. Abgerundet wird RASTAs BBL-Erfahrung von Tommy Kuhse (25 Jahre / 1,88m / PG) von den MHP RIESEN Ludwigsburg (12 BBL-Spiele), Luc van Slooten (21 Jahre / 2,05m / SF) von den Basketball Löwen aus Braunschweig (117 BBL-Einsätze) und dem US-Boy Xeyrius Williams (26 Jahre / 2,06m / PF), der zu Beginn der Vorsaison in Würzburg (16 BBL-Partien) unter Vertrag stand. Aus der Aufstiegsmannschaft sind lediglich noch Joschka Ferner, Johann Grünloh, Joel Aminu und Chip Flanigan im Team verblieben.

In ihrem ersten Pflichtspiel wurde die Harrelson-Mannschaft in erster Linie von Tommy Kuhse (26 Punkte, 6 Assists) getragen. Auf den RASTA-Aufbauspieler sowie die bereits erwähnten Reaves und Iwundu sollte die Bamberger Defense ein Auge haben, denn nur dann „werden wir hoffentlich den Sieg mit nach Bamberg bringen können“, hofft Lukas Herzog auf einen guten Saisonstart seines Teams.

BBL- & Klub-Logos: easyCreditBBL
Header-Hintergrundbild: Matthias Schramm