Erst nächstes Jahr wieder Badefreuden in Frensdorf

Erst nächstes Jahr wieder Badefreuden in Frensdorf
Nachrichten

Badesee wegen Noroviren und Blaualgen gesperrt

“Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus nach Frensdorf…”. “Dieses Jahr wird das wohl nichts mehr”, meint Pressereferent Frank Förtsch von der Pressestelle des Landratsamts Bamberg. Ende Juli wurde der Badesee in Frensdorf gesperrt. Erste Erkenntnisse, die die schlechte Qualität des Badewassers erklären, sind nun gefunden: Noroviren und Blaualgen.

Nachdem im Juli etliche Badegäste über Unwohlsein, wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber klagten, war das Badevergnügen am beliebten Frensdorfer See beendet. Die Erkrankten begaben sich aufgrund der Symptome in Behandlung, Gutachten seitens der Ärzte halfen, den Ursachen der Beschwerden auf den Grund zu gehen. Experten haben mittlerweile auch das Wasser des Sees untersucht. Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht. Die Analyse der Wasserproben ergab einen hohen Bestand an giftigen Blaualgen als auch eine Belastung mit Noroviren.

“Wir müssen aufgrund dieser Ergebnisse den Badebetrieb auf längere Zeit einstellen”, so Frank Förtsch. Die Ursachen für die Noroviren konnten dabei nicht ergründet werden. Der Befall von Blaualgen hingegen ist auf den niedrigen Wasserstand mit wenig Neuwasserzufluss sowie auf die hohen Temperaturen zurückzuführen. Die Algen vermehren sich bei diesen Umständen fast schon explosionsartig. Nicht nur der Frensdorfer Badesee ist aufgrund dieser Tatsache derzeit gesperrt. Auch die Seen in Breitengüßbach und Ebing melden Badeverbote.

Den Badegäste in und um Frensdorf macht Frank Förtsch für diesen Sommer wenig Hoffnung: “Wir müssen davon ausgehen, dass der See in dieser Badesaison nicht mehr geöffnet werden kann. Damit sich Blaualgen und Bakterien nicht mehr vermehren, muss wieder viel mehr neues Wasser zufließen.” Somit kann sich der See vermutlich erst ab dem Herbst oder Winter erholen. Ein geringer Trost ist, dass die Saison heuer ja nicht mehr allzu lange andauert. Pech haben trotzdem alle diejenigen, die ihren Urlaub zu Hause verbringen.

Foto: Gemeinde Frensdorf