Causeur: “Die Serie am Sonntag beenden”

Causeur: “Die Serie am Sonntag beenden”
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Brose Bamberg will gegen die Bayern den zweiten “Sweep” in Serie

Schafft der amtierende deutsche Meister aus Bamberg gegen seinen Erzrivalen aus München den zweiten “Sweep” in Folge und zieht damit vorzeitig ins BBL-Finale 2017 ein? Diese Frage wird am Sonntag ab 17 Uhr beantwortet, wenn Brose Bamberg zuhause zum dritten Halbfinale gegen die Bayern-Basketballer antritt.

easyCredit BBL - Playoffs 2017, Halbfinale 1: Brose Bamberg vs. FC Bayern München Basketball

Gemeinsam streben Team und Fans von Brose Bamberg am Sonntag den “Sweep” gegen die Bayern an.

Dass sich das Team von Chefcoach Andrea Trinchieri in einer so komfortablen Lage mit drei Final-Matchbällen befindet, ist zum einen der individuellen Klasse und zum anderen dem Kampfgeist geschuldet. Beides legten die Brose-Boys in den ersten beiden Spielen der Halbfinalserie an den Tag: In Spiel eins zeigten Kapitän Elias Harris & Co. ihre ganze Klasse – vor allem defensiv – und spielten schwache Bayern förmlich an die Wand (82:59). Kampfgeist und Geduld waren dann zuletzt am Donnerstagabend beim Gastspiel in der bayerischen Landeshauptstadt gefragt. Für den 80:76-Erfolg mussten die Oberfranken hart kämpfen, da sich das Djordjevic-Ensemble stark verbessert zeigte und vor allem im ersten Viertel (30:20) groß aufspielte.

In München Geduld und Kampfgeist bewiesen

“Wenn du in den Playoffs gegen einen solchen Gegner auswärts bestehen willst, musst du 40 Minuten ruhig und konzentriert spielen und auf deinen Moment warten. Das haben wir heute gut gemacht”, so das Fazit von Bambergs italienischem Übungsleiter nach Spielende am Donnerstag. Brose lief im Audi Dome fast die komplette Spielzeit einem Rückstand hinterher. Insgesamt lagen die Bamberger im Verlauf der 40 Minuten gerade einmal 47 Sekunden in Führung und dennoch reichte es zum Sieg. Bambergs Matchwinner war Janis Strelnieks, der einen Block von Daniel Theis konsequent nutzte, um frei zum Bayern-Korb zu kommen. Per Finger-Roll markierte der Lette das 78:76. Bayern hatte zwar noch 5,4 Sekunden, doch Maxi Kleber warf den Ball ins Aus und Darius Miller machte am Ende von der Freiwurflinie den Deckel drauf.

Der letzte bayerische Angriffsversuch verdeutlicht dabei den Druck, unter dem das Djordjevic-Team stand und jetzt mehr denn je steht: In den letzten sieben Minuten des entscheidenden Abschnitts legte die Münchner Mannschaft null von zehn aus dem Feld und drei Ballverluste auf.

easyCredit BBL - Playoffs 2017, Halbfinale 1: Brose Bamberg vs. FC Bayern München BasketballAuch wenn der Tabellendritte am Sonntag mit dem Rücken zur Wand steht, ist ein vorzeitiges Aufgeben für Headcoach Aleksandar Djordjevic keine Option. “Wir halten die Köpfe nun oben und fahren entschlossen nach Bamberg. Es liegt eine harte Aufgabe vor uns, aber sie ist nicht unmöglich”, so der frühere Weltklasse-Point Guard kurz nach der knappen Heimniederlage seiner Korbjäger.

Causeur & Co. wollen kein Spiel vier

Schon allein aufgrund dieser Kampfansage muss Brose zuhause wieder voll konzentriert zu Werke gehen und vor allem defensiv von Beginn an den richtigen Ton treffen, denn “wir wollen nicht noch einmal hier her. Wir wollen am Sonntag die Serie beenden”, gab Bambergs Topscorer Fabien Causeur im Interview mit telekombasketball.de zu Protokoll. Causeurs kongenialer Partner vom Donnerstag, Janis Strelnieks, weiß auch genau, was aus Bamberger Sicht zu tun ist und ergänzt: “Dazu bedarf es wieder einer Top-Leistung über die gesamten 40 Minuten. Wir müssen von der ersten Sekunde an präsent sein, dürfen sie nicht ins Laufen kommen lassen. Ein großer Vorteil für uns sind natürlich auch die Fans. Sie waren bisher unglaublich und gaben uns – in den Phasen, in denen es einmal nicht so rund lief – den entscheidenden Push.”

Gelingt dem deutschen Meister am Sonntag der dritte Sieg in Serie in dieser “best of five”-Serie, steht nicht nur der erneute Finaleinzug fest, sondern auch – nach dem Halbfinale 2016 – der zweite “Sweep” gegen den FC Bayern München Basketball in Folge!

Fotos: Matthias Schramm