Oberfranken obenauf: Brose Bamberg löst Viertelfinal-Ticket

Oberfranken obenauf: Brose Bamberg löst Viertelfinal-Ticket
Sport

Klarer Heimsieg über Würzburg – Homogene Teamleistung sichert Start-Ziel-Sieg

Brose Bamberg steht im Kampf um den BBL-Pokal im Viertelfinale. Am Samstagabend setzte sich die Mannschaft von Headcoach Ainars Bagatskis dank einer von Beginn an konzentrierten Teamleistung souverän mit 92:74 im Achtelfinale gegen s.Oliver Würzburg durch. Die Bamberger, angeführt vom Trio Tyrese Rice (20 Punkte), Stevan Jelovac (19) und Augustine Rubit (17, 6 Rebounds), waren in eigener Halle von Beginn an jederzeit Herr der Lage und hatten Spiel und Gegner fest im Griff.

easyCredit BBL-Saison 18/19 - BBL-Pokal Achtelfinale: Brose Bamberg vs. s.Oliver WürzburgZunächst sahen die Zuschauer aber einen etwas verhaltenen Start, ehe Brose Bamberg den Turbo zündete. Während zunächst Stevan Jelovac und Augustine Rubit die Offensive ihrer Farben in Schwung brachten, arbeiteten in der Defense alle Mann zusammen und ließen Würzburg kaum zur Entfaltung kommen. Schnell wuchs Bambergs Vorsprung so auf zehn und mehr Zähler an, woran auch eine Auszeit und diverse Spielerwechsel auf Seiten der Unterfranken nichts ändern konnten.

Von “downtown” abgeschossen

Der größte oberfränkische Vorteil lag vor der Pause in erster Linie bei der Dreierquote. Während Nikos Zisis & Co. im ersten Durchgang 53 Prozent (8/15) ihrer Distanzwürfe einnetzten, kam Würzburg hier nur auf eine Erfolgsquote von 20 Prozent (2/10). Auch verstanden es die Oberfranken besser, die Last im Angriff auf mehrere Schultern zu verteilen. Nach Jelovac und Rubit zu Beginn kamen die Spieler um Tyrese Rice von der Bank und erfüllten ihre Rolle. Beim Team von Chefcoach Denis Wucherer konnte sich einzig Skyler Bowlin (13 Zähler zur Pause) effektiv zur Wehr setzen. So hatte Brose in den ersten 20 Minuten fast leichtes Spiel, um sich auf 51:37 abzusetzen.

Auch mit der deutlichen Führung im Rücken schickten sich die Brose-Boys nach dem Seitenwechsel an, diese weiter auszubauen. Nachdem Tyrese Rice den Vorsprung mit fünf Zählern in Serie auf 19 Zähler ausgedehnt hatte, war es Elias Harris vorbehalten, die 20-Punkte-Grenze zu erreichen. Der frühere Nationalspieler, der nach einer langwierigen Knieverletzung sein umjubeltes Comeback feierte, stellte 5:37 Minuten vor der letzten Viertelpause auf 61:41. Phasenweise versuchten die Würzburger ein leichtes Aufbäumen, doch, wenn Bamberg dann die Intensität wieder erhöhte, konnte das Wucherer-Team dem kaum etwas entgegensetzen.

Brose hat alles im Griff

easyCredit BBL-Saison 18/19 - BBL-Pokal Achtelfinale: Brose Bamberg vs. s.Oliver WürzburgVor allem bei den Würfen von „downtown“ – eigentlich eine ausgemachte und angekündigte Stärke der Unterfranken – enttäuschten die Gäste. Durch diese schwache Quote, die erst gegen Ende der Partie etwas nach oben korrigiert werden konnte, war es für die Mannen von Ainars Bagatskis ein leichtes, die Zone dicht zu machen und aus der guten Defense und Reboundarbeit heraus lief die eigene Offensive fast von alleine. Erst in den Schlussminuten merkte man bei den Hausherren, dass die Konzentration etwas nachließ, wodurch Würzburg minimale Ergebniskosmetik betreiben konnte. Am Ende eines eher einseitigen Frankenderbys, das keinen Vergleich zur Partie vor Wochenfrist in Würzburg darstellte, stand dennoch ein souveräner 92:74-Erfolg von Brose Bamberg, das damit sein Ticket fürs Viertelfinale im BBL-Pokal lösen konnte.

Brose Bamberg: Rice (20 Punkte), Jelovac (19), Rubit (17), Olinde (8), Alexander (8), Zisis (7), Harris (5), Stuckey (4), Schmidt (2), Heckmann (2), Kulboka, Kratzer
s.Oliver Würzburg: Bowlin (16), Ellis (12), Olaseni (10), Hulls (7), Loesing (7), Cooks (6), Hoffmann (6), Wells (4), Richter (4), Koch (2), Loncar

Fazit von Brose-Headcoach Ainars Bagatskis:

“Wir konnten heute einen wichtigen Sieg einfahren. Würzburg hat eine gute, erfahrene Mannschaft. Unsere Verteidigung haben wir umgestellt und die Gäste dadurch zu Ballverlusten gezwungen. Meine Mannschaft ist aggressiv in das Spiel gestartet und hat es geschafft dieses zu kontrollieren und konzentriert zu Ende zu bringen.”

Fotos: Matthias Schramm