In Antwerpen Luft verschaffen

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Kampf um Platz vier: Brose will sich in Belgien behaupten

Gerade einmal ein Reisetag bleibt Brose Bamberg Zeit, um sich nach der Niederlage in der BBL bei den Löwen in Braunschweig für die nächste Aufgabe neu zu sortieren. Bereits am Dienstag ist der neunfache deutsche Meister wieder in der Champions League gefordert. Ab 20 Uhr kommt es dabei zum Duell mit den Giants Antwerpen, ein Team, das punktgleich mit den Bambergern um Platz vier und damit die K.O.-Runde kämpft.

BCL-Saison 18/19 - Gruppe C, 2. Spieltag: Brose Bamberg vs. JDA Dijon“Es gibt keine Entschuldigung. Braunschweig war uns heute in allen Belangen überlegen”, zeigte sich Broses Headcoach Ainars Bagatskis nach dem Auftritt seiner Mannschaft in der Braunschweiger Volkswagenhalle zurecht angefressen. Für tiefergehende Analysen wird der Lette sicherlich die sechsstündige Busfahrt in die belgische Hafenstadt genutzt und sein Team auch wieder neu motiviert haben. Vor allem in der Verteidigung muss Bamberg wieder zulegen, denn gerade in den letzten zwei Auswärtsspielen in Athen und Braunschweig bot man seinem Gegenüber viel zu viel Angriffsfläche (Abschlüsse direkt am Korb oder offene Würfe aus der Distanz).

Offensivstarke Belgier

Die Möglichkeiten weiß die Mannschaft aus Antwerpen seinerseits gut zu nutzen. In der Champions League steht für die Belgier ein Punkteschnitt von 87,5 Zählern pro Partie in der Statistik. Im Gegensatz zu Brose Bamberg mussten sich die Giganten aus Antwerpen durch die Qualifikation in die Gruppe C kämpfen, zeigten aber bereits, dass sie diesen Platz vollkommen berechtigt eingenommen haben. Besonders aufhorchen ließ die Truppe von Coach Roel Moors vor zwei Wochen, als man dem bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Jerusalem mit 101:89 in die Knie zwang. Auf der Gegenseite steht dann aber auch eine 74:82-Niederlage aus der Vorwoche beim Gruppenschlusslicht CEZ Nymburk, die zeigt, wie ausgeglichen die Bamberger CL-Gruppe ist.

BCL-Saison 18/19 - 1. Spieltag: Brose Bamberg vs. Montakit FuenlabradaTopwerfer des besten Dreierteams im gesamten Wettbewerb – Antwerpen trifft 43,8 Prozent seiner Versuche – sind Jae’Sean Tate mit 14,8 und Dave Dudzinski mit 14 Punkten. Geht dann doch mal ein Wurf daneben, wartet Center Ismael Bako unter dem Korb und sammelt die Abpraller ein. Mit 8,3 Rebounds ragt der belgische 2,08-Meter-Mann in dieser Kategorie heraus. Die Rebounds sind daher ein weiterer wichtiger Punkt auf dem Gameplan von Brose Bamberg, denn Antwerpen holt satte sieben Rebounds mehr und nutzt diese zu fast 14 Second-Chance-Points pro Begegnung.

Bamberg muss den Kampf annehmen

Ins Nachbarland reist Brose Bamberg mit der gleichen Personaldecke, die auch in Braunschweig zum Einsatz kam. Das bedeutet, dass auch Bryce Taylor wieder zum Roster gehören wird. Ob der Deutsch-Amerikaner allerdings zum Einsatz kommen wird, ist noch offen. Sicherlich auf dem Parkett stehen wird Nikos Zisis. Der griechische Guard feierte nach kurzer Verletzungspause am Sonntag in Braunschweig sein Comeback, verbuchte dabei fünf Punkte und vier Assists. Im Gegensatz zum Braunschweig-Spiel muss Brose vor allem kämpferisch bereit für diese Partie sein. Einzig Elias Harris, der den Basketball Löwen zwölf Punkte bei 100 Prozent Trefferquote einschenkte, schien zuletzt bereit, den Kampf um wichtige Punkte anzunehmen. Mit einem Sieg könnten sich die Oberfranken erstmals etwas von ihren Verfolgern absetzen und unter den Top Vier der Gruppe C festbeißen.

Im Anschluss an den Belgien-Trip geht es für die Bamberger zurück in die Heimat. Dort geht es mit zwei Heimspielen gegen Gießen (11.11.) und Jerusalem um Superstar Amar´e Stoudemire (14.11.) weiter.

Headerbild: championsleague.basketball
Fotos: Matthias Schramm