Hoffnung. Vielfalt. Demokratie.

Hoffnung. Vielfalt. Demokratie.
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Die 24. Interkulturellen Wochen des Migranten- und Integrationsbeirates laden bis 9. November zu Diskussion, Kultur und Austausch ein

“Wir sind Hoffnung. Wir sind Vielfalt. Wir sind Demokratie.” – wie das Motto zeigt, steht bei den 24. Interkulturellen Wochen vom 23. September bis 9. November 2018 das Wir, das Einende, im Vordergrund. Entdeckt werden kann, wie vielfältig unsere Gesellschaft ist. Zahlreiche Vereine und Institutionen bieten über 100 Veranstaltungen an. Es lädt ein der Migranten- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg (MIB), die Schirmherrschaft hat wieder Oberbürgermeister Andreas Starke übernommen.

Wir sind Hoffnung. Wir sind Vielfalt. Wir sind Demokratie! Passend zum Motto der 24. Interkulturellen Wochen stellten Schirmherr Oberbürgermeister Andreas Starke, MIB-Vorsitzender Mohamed Hédi Addala (r.) und dessen Stellvertreterin Mitra Sharifi Neystanak das Veranstaltungsplakat und Programmheft beim Besuch des Demokratiebusses auf dem Maxplatz vor.

Wir sind Hoffnung. Wir sind Vielfalt. Wir sind Demokratie! Passend zum Motto der 24. Interkulturellen Wochen stellten Schirmherr Oberbürgermeister Andreas Starke, MIB-Vorsitzender Mohamed Hédi Addala (r.) und dessen Stellvertreterin Mitra Sharifi Neystanak das Veranstaltungsplakat und Programmheft beim Besuch des Demokratiebusses auf dem Maxplatz vor.

Vielfalt kann eine Herausforderung für unsere Gesellschaft sein. Wer sich aber ohne Scheuklappen darauf einlässt, bekommt, so schreibt Starke in seinem Grußwort zum Programm der 24. Interkulturellen Wochen, “neue Blickrichtungen und Aspekte” aufgezeigt. In den kommenden Wochen bietet sich die beste Gelegenheit dazu. Mohamed Hédi Addala, Vorsitzender des Migranten- und Integrationsbeirats, versteht die Interkulturellen Wochen als Werbung für Frieden, Toleranz und Verständnis. Das seien wichtige Werte, um dem weltweit gedeihenden Populismus den Nährboden zu entziehen.

Zeichen werden gesetzt, wenn am 14. Oktober der neue Landtag gewählt wird. “Wie dem Rechtsruck in der Gesellschaft begegnen?”, lautet deshalb die Frage in einer Podiumsdiskussion, die bereits am 21. September von 16.30 bis 18.30 Uhr in der Konzert- und Kongresshalle stattfand. Der Frage, welche Asylpolitik Bayern braucht, widmet sich eine weitere Podiumsdiskussion am 27. September, 19 bis 21 Uhr, in der Luitpoldstraße 20. Einen Kneipen-Talk gegen Hass und Rassismus organisiert das Bamberger Bündnis gegen Rassismus und Rechtsextremismus am Freitag, 21. September, ab 18.30 Uhr. Alle sind eingeladen, wenn in Kneipen über Menschenrechte und Respekt, gegen Hass und Rassismus gesprochen wird. Treffpunkt ist vor der Konzert- und Kongresshalle. “Argumente gegen Stammtischparolen” liefern am 6. Oktober von 10 bis 16 Uhr im DGB-Haus in der Starkenfeldstraße 21 Referenten der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Breiten Raum nimmt die Kultur ein. Die Künstlerhaus-Stipendiaten Birke J. Bertelsmeier, Tim Freiwald, Liudas Mockunas und Heiner Blum präsentieren ihr Werk. Im Jazzclub konzertieren unter anderem das Jasper van’t Hof – Paul van Kemenade Duo, Saxofour und Conference Call, im Jugendzentrum am Margaretendamm Somnium Captare und Thy Last Words. In der neuen Villa Wild des ETA Hoffmann Theaters geht es am 23. Oktober tierisch zu, das interkulturelle Theaterprojekt Patchwork mit dem Titel “Alles vorbei um kurz nach halb” wird mehrmals auf der Bühne der Alten Seilerei präsentiert. Groß ist das filmische Angebot im Rahmen der 24. Interkulturellen Wochen: von “Bonjour Paris” bis “Tage am Meer” reicht die Auswahl im Lichtspiel.

Andere Kulturen erleben: Sinnlich spürbar wird das, wenn gemeinsam gekocht und gegessen wird. Beim Interkulinarischen Kochen am Samstag, 22. September, von 18.30 bis 22 Uhr in der Luitpoldstraße 20 stehen Geflüchtete und Bamberger am Herd. Beim interkulturellen Cafe am Sonntag, 7. Oktober, von 15 bis 18 Uhr im historischen Bauernhof in Strullendorf besteht die Gelegenheit, sich bei internationalen Speisen kennen zu lernen. Darüber hinaus entführt eine ganze Reihe von Vorträgen in die Ferne. Ob “China im Überblick” im Rathaus Geyerswörth oder “Myanmar – Im Land der goldenen Pagoden” im Altenheim der Arbeiterwohlfahrt an der Hauptsmoorstraße – an oft trüben Herbsttagen können solche Entführungen eine Wohltat sein.

Know-how weiterzugeben ist ein weiteres Anliegen der 24. Interkulturellen Wochen. So vermittelt die Kursreihe “Leben in Bayern” Bleibeberechtigten Werte und Alltagskompetenzen. Im Vortrag “Leichte Sprache – Ein Schlüssel zur Inklusion” zeigt Nicole Orf, Behindertenbeauftragte der Stadt Bamberg, Möglichkeiten auf, deutsche Sprache so zu verwenden, dass sie besser verstanden werden kann. Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer können sich in einem Vortrag von Rechtsanwältin Petra Haubner über aktuelle Entwicklungen im Asylrecht informieren.

Für Kinder und Jugendliche gibt das Programm ebenfalls einiges her: Nancy Salinas Espinosa macht in ihrer Lesestunde Kinder auf die spanische Sprache neugierig. Für alle “U16” steigt am 7. Oktober von 18 bis 22 Uhr eine Party in der Sky Lounge, Austraße 35, bei angesagter Musik und alkoholfreien Cocktails.

Das komplette Programm ist unter https://www.stadt.bamberg.de/Leben/Familie-Jugend-Soziales/Migrantinnen-Migranten einzusehen.

Text: Medieninformation Pressestelle Stadt Bamberg
Foto: Pressestelle / Gerhard Beck