Erste Standortbestimmung vor Publikum

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Sport

Brose Bamberg tritt beim expert Jakob Cup an

Am Wochenende (8./9. September) zeigt sich das neu formierte Team von Brose Bamberg erstmals der Öffentlichkeit. Die Mannschaft von Coach Ainars Bagatskis tritt beim traditionellen Vorbereitungsturnier, dem expert Jakob Cup, von BBL-Konkurrent Medi Bayreuth an. Neben den beiden oberfränkischen Rivalen gehören in diesem Jahr noch der FC Bayern München Basketball und Lokomotiv Kuban Krasnodar aus Russland zum Teilnehmerfeld.

Pre-Season 2018: Brose Bamberg vs. MLP Academics HeidelbergGleich im Eröffnungsspiel trifft Brose am Samstag um 17 Uhr auf den Gastgeber aus Bayreuth, ab 19:30 Uhr stehen sich dann München und Krasnodar gegenüber. Am Sonntag findet das Spiel um Platz drei um 14.30 Uhr, das Finale um 17 Uhr statt.

Bislang zufriedenstellende Vorbereitung

Die Mannen aus der Domstadt können dabei mit breiter Brust den kurzen Dienstweg in die Wagnerstadt antreten. Im bisherigen Verlauf der Vorbereitung stehen neben knapp 20 intensiven Trainingseinheiten noch drei Siege aus drei Testspielen. Abgesehen von Bryce Taylor und William McDowell-White, die nach ihren Verletzungen Schritt für Schritt wieder ins Team integriert werden, konnte Neu-Coach Bagatskis bislang stets auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Am Wochenende muss der lettische Übungsleiter seine Spielpläne allerdings etwas modifizieren, denn Stevan Jelovac und Kristian Kullamäe stehen in Bayreuth nicht zur Verfügung. Beide sind für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele zu ihren Nationalmannschaften gereist.

Doch auch ohne die beiden Nationalspieler werden die Brose-Boys in der Oberfrankenhalle alles dafür tun, um beim ersten öffentlichen Auftritt eine gute Figur abzugeben. Bisher zeigt sich Broses Headcoach sehr zufrieden: “Wir arbeiten gut und konzentriert. Man merkt natürlich, dass wir immer noch in der Findungsphase sind, aber die Abstimmung wird von Tag zu Tag besser.”

Große Harmonie im Team

In den vorangegangenen Pre-Season-Games zeigte sich bereits deutlich, dass die Spieler untereinander sehr gut harmonieren. Während Alt-Meister Nikos Zisis und Tyrese Rice geschickt die Fäden im Spielaufbau ziehen – gegen Gmunden im letzten Test gab es 25 Assists -, sorgen die Schützen rund um Dreierspezialist Arnoldas Kulboka (sechs Dreier gegen Gmunden) für Gefahr von außen und die Big Men Cliff Alexander, Elias Harris und Leon Kratzer (elf Rebounds gegen Gmunden) räumen unter dem Korb auf. Trotz der bislang sehr guten Ansätze steht auch das Turnier in Bayreuth vorrangig unter dem Motto des Experimentierens. Weiterhin gilt es, die richtige (Spieler-)Kombination zu finden. Die Ergebnisse vom Wochenende sind zweitrangig.

Auch bei den Gegnern fehlen Stammkräfte

Mit dem Nationalmannschaftsfenster sowie Verletzungsproblemen hat aber natürlich nicht nur Brose Bamberg zu kämpfen. Bei allen drei anderen Teilnehmern werden ebenfalls Stammkräfte fehlen. Medi-Coach Raoul Korner zum Beispiel muss gleich auf vier Spieler verzichten: Bastian Doreth und Andreas Seiferth sind beim DBB, Adonis Thomas und Hassan Martin fallen verletzungsbedingt aus. Dafür wird Bayreuths letzter Neuzugang Ziga Dimec sein Debüt feiern. Die “Heroes of Tomorrow” unterlagen in ihrem letzten Test knapp mit 88:92 bei Alba Berlin. Der neue Spielmacher David Stockton drückte dem oberfränkischen Spiel dabei mit 15 Punkten und elf Assists seinen Stempel auf.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Die mitreisenden Brose-Fans dürfen sich zudem im zweiten Halbfinale auf einige altbekannte Gesichter freuen. Während bei den Bayern Maodo Lô und Leon Radosevic im Kader stehen, kommt das russische Topteam mit Dorell Wright nach Oberfranken.

Fotos: Brose Bamberg