75:81! Bambergs Aufholjagd kommt zu spät

75:81! Bambergs Aufholjagd kommt zu spät
Sport

Brose Bamberg unterliegt trotz Comeback-Versuch in Berlin

Brose Bamberg muss in der easyCredit BBL ernsthaft um seine Playoff-Teilnahme bangen. In der 88. Auflage des Bundesliga-Klassikers bei Alba Berlin zog der deutsche Meister mit 75:81 den Kürzeren. 19 Ballverluste und ein defensiv schwaches drittes Viertel brachten die Mannen um Kapitän Nikos Zisis um ihre Siegchance.

easyCredit BBL 17/18 - 9. Spieltag: Brose Bamberg vs. Fraport SkylinersMit der gleichen Startformation wie am Freitag gegen Athen startete Brose auch in der Hauptstadt ins Spiel und war bemüht, an die gezeigte Leistung anzuknüpfen. Dennoch dauerte es fünf Minuten, ehe der Meister nach einem 5:11-Rückstand und einer Auszeit von Ilias Kantzouris besser in die Partie fand. Mit einem 8:0-Lauf konnte Bamberg, geführt von Dorell Wright, den Spielverlauf zu seinen Gunsten kippen, deutlicher absetzen jedoch nicht.

Mit ein Grund dafür waren allein 13 zum Teil unnötige Turnover, die die Berliner geschickt zu nutzen wussten. Da allerdings – abgesehen von der Freiwurfquote (4/7) – bei den Bambergern die Trefferquoten stimmten und auch der Einsatz in der Defense und beim Rebound passten, entwickelte sich ein knappes Spiel zwischen beiden Kontrahenten. Erst Bamberger Unkonzentriertheiten in der Schlussphase ermöglichten den Albatrossen eine 36:31-Pausenführung.

Defensiv schwaches drittes Viertel

Im zweiten Durchgang passten die Brose-Boys zwar deutlich besser auf den Ball auf, dafür ließen jedoch Intensität und Konzentration in der Verteidigung deutlich nach. Vor allem im dritten Viertel, das Alba mit 29:20 für sich entscheiden konnte, lief bei den Oberfranken wenig zusammen. Während man im eigenen Angriff hart für jeden einzelnen Zähler kämpfen musste, kamen die Hausherren durch ihr gutes Passspiel zu vielen einfachen Körben. Allen voran Peyton Siva und Luke Sikma nahmen die Albatrosse auf ihre Schultern und sorgten dafür, dass die Punktdifferenz stetig anstieg.

Staigers Aufholjagd kommt zu spät

easyCredit BBL 17/18 - 15. Spieltag: Brose Bamberg vs. Mitteldeutscher BCBis auf 14 Punkte (51:65) mussten die Domstädter ihren Kontrahenten davonziehen lassen. Aufgeben war für das Brose-Team jedoch noch keine Option. Mit Beginn des Schlussviertels übernahm Lucca Staiger die Initiative. In knapp fünf Minuten legte Bambergs Distanzwurfspezialist zehn Punkte (drei Dreier, ein Vier-Punkte-Spiel) auf und brachte seine Mannschaft, die zeitgleich auf Zonenverteidigung umstellte und Berlin damit aus dem Rhythmus brachte, wieder in Schlagdistanz (66:69, 36. Min.).

Trotz dieser Aufholjagd reichte es für Brose Bamberg jedoch einmal Mehr nicht zum Sieg. Ein technisches Foul gegen Ilias Kantzouris brachte Alba wieder auf Spur und Berlins Bester, Peyton Siva, sorgte mit einem Dreier 20 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung. Mit 75:81 müssen die Bamberger vor allem aufgrund ihrer 19 Turnover (Berlin 13) in ihre achte Saisonniederlage einwilligen und fortan ernsthaft um ihre Playoff-Teilnahme bangen.

Alba Berlin: Siva (25 Punkte), Sikma (17), Grigonis (14), Butterfield (7), Giffey (5), Saibou (4), Vargas (4), Clifford (2), Schneider (2), Peno (1)
Brose Bamberg: Wright (17), Zisis (11), Staiger (10), Musli (9), Rubit (7), Hickman (7), Hackett (5), Lô (5), Heckmann (4), Olinde

Fazit von Interims-Headcoach Ilias Kantzouris:

„Wir kamen weniger als 41 Stunden nach einem harten EuroLeague-Spiel hierher und wussten, dass ALBA in dieser Saison sehr guten Teambasketball spielt. Sie bewegen den Ball sehr gut und spielen mit viel Energie und Einsatz. Wir wollten im Spiel bleiben und dann irgendwann einen entscheidenden Run machen. Aber am Anfang hatten wir große Probleme mit unseren Ballverlusten und auch in „Lose-Ball-Situationen“ und in der Bewegung abseits des Balls waren wir nicht gut. Am Ende des dritten Viertels ist es uns mit einigen offensiven Plays gelungen, wieder Zuversicht zu gewinnen und wir konnten den Rhythmus des Spiels nochmal verändern und zurück zu kommen. Am Schluss haben dann nur noch Kleinigkeiten über den Sieg entschieden.“

Trainerstimme: Medienmitteilung Brose Bamberg
Fotos: Matthias Schramm