Sweep! Bamberg stürmt mit drittem Kantersieg ins Halbfinale

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Brose Baskets lassen Würzburg auch im dritten Viertelfinale keine Chance

Die Brose Baskets haben das Halbfinale der Playoffs 2016 erreicht. Auch im dritten Duell mit den s.Oliver Baskets Würzburg landete der deutsche Meister einen nie gefährdeten 93:58 (56:27)-Kantersieg und gewann dieses Derby-Viertelfinale hoch verdient mit 3:0.

Playoffs 2016 - Viertelfinale 3: Brose Baskets vs. s.Oliver Baskets WürzburgGleich im ersten Viertel machte der Meister klar, dass es für die Würzburger erneut nichts zu holen geben wird. Aus ihrer starken Defense heraus, die den Unterfranken gerade einmal eine Erfolgsquote von 29 Prozent erlaubte, zündeten die Brose Baskets den Offensivturbo und steuerten mit dem 31:12-Zwischenstand nach zehn Minuten Richtung Halbfinale. Auch im zweiten Viertel setzten sich die Hausherren unaufhaltsam weiter ab. Beim 53:22 knackten die Bamberger noch im ersten Durchgang die 30-Punkte-Grenze, zur Pause lagen dann immer noch satte 29 Zähler (56:27) zwischen den fränkischen Rivalen.

Zum Start der zweiten Halbzeit stellte sich in Freak City eigentlich nur noch die Frage nach der Höhe des Sieges und ob Bamberg seinen Rekordsieg aus dem Jahre 2010 noch toppen kann. In Erwartung einer deutlich schwerer werdenden Halbfinalserie begann Brose-Cheftrainer Andrea Trinchieri dann jedoch relativ früh, seine Leistungsträger um Kapitän Brad Wanamaker etwas zu schonen – der Italiener brachte erneut alle zwölf Akteure zum Einsatz, sodass mit Ausnahme von Patrick Heckmann (29:07 Minuten) keiner länger als 22 Minuten auf dem Feld stehen musste. Dennoch entstand zu keinem Zeitpunkt der Eindruck, dass Würzburg den Ligaprimus in irgendeiner Weise gefährlich werden könnte.

Playoffs 2016 - Viertelfinale 3: Brose Baskets vs. s.Oliver Baskets WürzburgDoch gerade im Schlussabschnitt schien jeglicher Druck von der Mannschaft von Douglas Spradley abzufallen und sie verabschiedeten sich ordentlich aus der Saison. Obwohl die Brose Baskets nach wie vor in allen Belangen dominant überlegen waren, sich starke 38 Rebounds sicherten und 62 Prozent ihrer Würfe versenkten, reichte es am Ende nicht mehr ganz zu einem neuen Playoff-Rekord. Doch auch nach dem dritten Viertelfinale stand ein klarer 93:58-Kantersieg, der Bamberg im Schnelldurchlauf in die Runde der letzten Vier katapultierte.

Wer Bambergs Halbfinalgegner wird, entscheidet sich in der Serie zwischen dem FC Bayern München Ludwigsburg und den MHP Riesen Ludwigsburg. Aktuell liegt der Vizemeister aus der bayerischen Landeshauptstadt mit 2:1 in Führung und muss am Dienstagabend zu Spiel vier in Ludwigsburg antreten. Das erste Halbfinale findet am Sonntag statt.

Fazit von Headcoach Andrea Trinchieri:

“Glückwunsch für eine gute Würzburger Saison. Sie sind aus der ProA gekommen und haben sich gut in der Liga eingefunden. Würzburg hat im Dezember seinen besten Basketball gespielt, aber es ist sehr schwer dieses Level über eine komplette Saison zu halten. Wir hatten die tiefere Bank, dadurch eine bessere Rotation und konnten heute die Serie für uns mit 3:0 entscheiden.”

Brose Baskets vs. s.Oliver Baskets Würzburg 93:58 (31:12; 25:15; 22:14; 15:17)

Brose Baskets: Harris (21 Punkte), Strelnieks (11), Melli (9), Radosevic (9), Theis (8), Heckmann (7), Miller (7), Zisis (6), Obst (5), Wanamaker (4), Staiger (3), Idbihi (3)
s.Oliver Baskets Würzburg: Searcy (10), Ulmer (8), Long (7), Tuttle (7), Lane (7), Joyce (6), Stuckey (5), Betz (4), Saibou (3), Ugrai (1), Ebert, Spoden

Fotos: Matthias Schramm